Tierschutz für den Rhein-Sieg-Kreis e.V.

Jago | Deutscher Schäferhund

groß

Unser Jago ist eine durchaus imposante Erscheinung. Er bringt viele positive Schäferhundeigenschaften mit, aber auch die ein oder andere „Baustelle“.

Jago ist gegenüber fremden Menschen zunächst reserviert und möchte nicht bedrängt werden. Nach einer „Aufwärmphase“ ist er aber meistens recht zugänglich und folgt dem Motto: einmal Freunde – immer Freunde. Er ist sehr gerne mit seinen Bezugspersonen zusammen, sei es auf Spaziergängen, beim Kuscheln oder bei anderweitigen Beschäftigungen. Seine Bezugspersonen sind ihm besonders wichtig und sie können alles mit Jago machen. Am liebsten möchte er seine Menschen für sich haben, hat nämlich eine seiner Bezugspersonen bspw. einen anderen Hund an der Leine motzt er erstmal oder weigert sich zu laufen. Grundsätzlich lässt er sich aber nach kurzer Zeit davon überzeugen, sich seines eigentlich wirklich guten Benehmens und Gehorsams zu besinnen.

Große Spaziergänge, auch gerne im Rudel, genießt Jago sehr. Er bevorzugt dabei nette Hundedamen, die dann auch gerne mal zum Spielen aufgefordert werden. Ab und zu pöbelt Jago mal an der Leine, insbesondere dann, wenn sein Gegenüber anfängt. Dieses Verhalten hat sich schon deutlich gebessert und wird sich mit weiterer Routine und Übung auch sicherlich noch optimieren lassen. Nichtsdestotrotz sollte man die nötige Physis mitbringen, ihn in solchen Situationen halten zu können, denn Jago hat viel Kraft.

Jago hat leider eine größere Baustelle, er dreht sich, insbesondere wenn er alleine in reizarmer Umgebung ist, oder aber wenn er Stress ausgesetzt ist, im Kreis und beißt sich in die Rute. Was hier zuerst war, die Henne oder das Ei, lässt sich schwer sagen, fakt ist jedenfalls, dass Jago starke Verspannungen im Rücken hat. Ob diese ein/der Auslöser oder eine Nebenwirkung vom Drehen sind, kann man leider nicht sagen. Dieses Verhalten hat Jago leider auch schon bei seinem Vorbesitzer gezeigt. Im Tierheim offenbart sich auch, dass Jago eine sehr geringe Frustrationstoleranz hat, wenn er sich selbst überlassen ist.

Für Jago suchen wir Menschen mit wirklich viel Hundeerfahrung, idealerweise mit Schäferhunden, die ihn geistig und körperlich auslasten können und sehr viel Zeit für ihn haben, um an seinen Problemchen, idealerweise in Begleitung eines kompetenten Trainers und ggf. eines Physiotherapeuten, weiter zu arbeiten. Jago ist grundsätzlich nicht unverträglich, dennoch wäre er sicher gerne Einzelprinz. Ob es mit einer souveränen Hündin klappen könnte, müsste man ausprobieren. Kleine Kinder oder andere Tiere sollten in seinem neuen Zuhause nicht leben. Jugendliche wären sicherlich kein Problem für den großen Schatz.

Sein neues Zuhause sollte ebenerdig sein, über einen Garten zum Sonnen und Toben würde sich Jago riesig freuen.

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