Tierschutz für den Rhein-Sieg-Kreis e.V.

Katzenerkrankung FIV

Das Immundefizienzsyndrom der Katzen (auch Felines erworbenes Immundefizienzsyndrom, umgangssprachlich „Katzen-Aids“) ist eine virale Infektionskrankheit von Katzen. Der Erreger ist das Immundefizienz-Virus (FIV) aus der Familie der Retroviren. Das Virus schwächt das Immunsystem und löst Folgeerkrankungen aus, die unter Umständen zum Tod führen. Es ähnelt damit dem Auslöser von Aids beim Menschen. FIV ist für den Menschen ungefährlich.

Das Immunschwäche-Virus überträgt sich durch die Wirtsspezifität ausschließlich von Katze auf Katze. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich per Blutkontakt z.B. durch Bisse bei Kämpfen. Eine Übertragung von Kitten in der Gebärmutter, durch Muttermilch oder Geburt ist prinzipiell möglich, aber eher unwahrscheinlich, ebenso die Übertragung durch Speichel oder Sexualkontakte

Eine Therapie zur Heilung oder Impfung von/gegen FIV gibt es in Europa bisher nicht.

Im weiteren Verlauf hat FIV keine eindeutigen Symptome, da es meist durch Sekundärinfektionen infolge der Immunschwäche geprägt ist. Ähnlich dem Menschen, so können auch infizierte Katzen trotz der Erkrankung Jahre ohne Auffälligkeit oder Anzeichen einer Krankheit leben.

Je nach Stadium der Immunschwäche treten relativ häufig folgende Symptome auf: schlechtes Fell, Fieber, Durchfall, chronische Entzündungen (Bindehaut-, Zahnfleisch-, Maulschleimhautentzündung), starke Gewichtsabnahme, Anämie, Appetitlosigkeit und Schwellungen der Lymphknoten.
Der zeitliche Verlauf der Erkrankung hängt u. a. auch von den FIV-Subtypen ab. Durch die Immunschwäche ist die körpereigene Abwehr immens geschwächt und die Tiere bekommen durch, für gesunde Katzen ungefährliche Viren und Bakterien schwere Erkrankungen

Um die Lebensdauer und die Lebensqualität einer erkrankten Katze zu erhöhen, empfiehlt sich die umgehende Behandlung von Sekundärinfektionen, die durch die Immunschwäche aufgetreten sind. Außerdem sollte die Haltung des erkrankten Tieres in möglichst stressfreiem, sauberem Umfeld und eine regelmäßige Überwachung der Blutwerte erfolgen.

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